01
Mai

EU will Barrieren im eCommerce abbauen und Online-Handel begünstigen

Stellen Sie sich vor, Sie wären auf Reisen – toller Gedanke! Sie haben keinerlei Probleme in ein stationäres Geschäft zu gehen und sich ein Produkt zu kaufen. Im eCommerce sieht das leider anders aus. Es ist nicht ohne weiteres möglich, in einem ausländischen Geschäft online einzukaufen.

Diesem Problem will sich nun die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager annehmen. Hierfür möchte sie mit einer wettbewerbsrechtlichen Untersuchung einen Vorstoß wagen, um den Online-Handel in Europa zu vereinfachen. Das Ziel der Untersuchung sei es, Barrieren zu erkennen und diese, wenn möglich, zu beseitigen.

“Das begrenzt die Auswahl und wirkt sich auf die Preise aus“

Das eingangs geschilderte Problem ist auf viele Ursachen zurückzuführen. Neben den sprachlichen Hindernissen kommen ebenfalls unterschiedliche Rechtssysteme, mit verschiedenen Steuergesetzen, und mitunter auch wettbewerbsfeindlichem Verhalten in Frage, die sich allesamt negativ auf den Online-Handel in der EU auswirken. Unterschiede bei den Versandkosten und Preisen je Land sind weitere Faktoren, die Barrieren verursachen.

Vestager zielt auf die so entstehende Benachteiligung von Besitzern ausländischer Adressen und Kreditkarten ab. „Das ist paradox“, sagte die EU-Kommissarin bezüglich der Tatsache, dass es via stationären Handel keinerlei Probleme gibt, via Online-Handel jedoch schon.
Wie weitreichend die Handelsbarrieren sind, kann anhand der folgenden Statistik gesehen werden. Laut Kommission tätigten im Jahr 2014 ca. 50% aller Verbraucher ihre Käufe via eCommerce. Nur 15% von ihnen in einem Onlineshop eines anderen Mitgliedsstaates.

Grund genug für die EU-Kommissarin einzusehen, dass es an der Zeit ist, die verbleibenden Barrieren im eCommerce zu beseitigen.
In den kommenden Wochen will Vestager der Kommission einen Vorschlag vorlegen. Bis Mitte 2016 sollen dann erste Ergebnisse folgen. Dass die Untersuchungen so viel Zeit in Anspruch nehmen, zeigt wie umfangreich diese 28 Staaten umfassende Aktion ist.

Immerhin: Laut Günther H. Oettinger, EU-Kommissar für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft, soll im Mai dieses Jahres eine „Strategie für den digitalen Binnenmarkt“ erscheinen, bei der auch das Thema Geo-Blocking in den Fokus der Kommission rücken wird.

Steven Matz

Steven Matz

Unser Linguist in Programmiersprachen Steven Matz blickt auf 6 Jahre Erfahrung im Bereich Front-End-Entwicklung zurück. Von ihm erhaltet ihr alle Infos rund um Programmierung und Technik – fachgerecht für den Endnutzer formuliert.

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